
Welche Behandlung infrage kommt, richtet sich nach der Diagnose. Von der Verhaltenstherapie bei Insomnie bis zur Atemtherapie bei Schlafapnoe.
Das Wichtigste in Kürze: Welche Behandlung infrage kommt, richtet sich nach der Diagnose. Bei einer Insomnie steht die kognitive Verhaltenstherapie an erster Stelle, bei einer schlafbezogenen Atmungsstörung kann beispielsweise eine nächtliche Überdrucktherapie (CPAP) zum Einsatz kommen. Grundlage jeder Behandlung ist eine schlafmedizinische Abklärung.
Schlafstörungen haben unterschiedliche Ursachen und können auch gemeinsam auftreten. Entsprechend individuell fällt die Behandlung aus. So können beispielsweise eine Insomnie und nächtliche Atemaussetzer gleichzeitig bestehen und eine aufeinander abgestimmte Therapie erfordern. Aus diesem Grund steht am Anfang immer eine sorgfältige Abklärung.
Die Somnoklinik behandelt das gesamte Spektrum der Schlaf-Wach-Störungen. Die Behandlungen werden weitgehend in der Klinik selbst durchgeführt; für einzelne Aufgaben bestehen Partnerschaften. Welche das sind, ist im Abschnitt zur Zusammenarbeit aufgeführt.

Der Weg verläuft in drei Schritten und ist bei allen Krankheitsbildern gleich.
Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, kurz KVT-I, ist die Behandlung der ersten Wahl bei chronischen Ein- und Durchschlafstörungen. Sie wirkt nicht über eine Substanz, sondern verändert die Bedingungen, unter denen Schlaf entsteht: Bettzeiten, Umgang mit dem Wachliegen, Bewertung des eigenen Schlafs. Die Wirkung hält typischerweise über das Therapieende hinaus an. Üblich sind vier bis acht Sitzungen. Empfohlen ist sie auch dann, wenn gleichzeitig andere Erkrankungen bestehen.
Das Verfahren wird nicht nur bei der Insomnie eingesetzt. Auch beim Restless-Legs-Syndrom, bei Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus und bei Hypersomnien gehört die verhaltensmedizinische Behandlung zum leitlinienkonformen Vorgehen, ergänzend zur medikamentösen Therapie.
Zur Behandlung gehören auch Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelentspannung, Atemübungen und achtsamkeitsbasierte Verfahren sowie die Arbeit an Gewohnheiten und Lebensstil.
Ein weiterer Teil ist die Begleitung über den eigentlichen Behandlungszeitraum hinaus. Schlafstörungen verlaufen häufig über längere Zeit und in Phasen; eine Ansprechperson zu haben, die den Verlauf kennt, gehört für uns zur Behandlung.

Ist die innere Uhr verschoben, liegt das Problem nicht in der Schlafmenge, sondern in der Schlafzeit. Betroffene schlafen ausreichend, aber zur falschen Tageszeit – etwa bei Schichtarbeit, nach Zeitzonenwechseln oder bei einem stark nach hinten verschobenen Rhythmus.
Behandelt wird mit zeitlich gezieltem Licht, mit einer schrittweisen Verschiebung der Schlafzeiten und mit der Stabilisierung der Aufstehzeit. Der Zeitpunkt der Lichtanwendung ist entscheidend; falsch gewählt, verschiebt sie den Rhythmus in die unerwünschte Richtung.
Bei einer Schlafapnoe setzt die Atmung im Schlaf wiederholt aus. Die Behandlung hält die Atemwege offen oder unterstützt die Atmung; welches Verfahren infrage kommt, hängt von Schweregrad, Befund und Verträglichkeit ab.
Die nächtliche Überdrucktherapie ist bei mittlerer bis schwerer Schlafapnoe die wirksamste Behandlung. Ein Gerät erzeugt einen leichten Überdruck, der die oberen Atemwege offen hält. Entscheidend für den Erfolg sind die Einstellung des Drucks, die Anpassung der Maske und die Begleitung in den ersten Wochen. Indikation, Einstellung und Verlaufskontrollen erfolgen in der Klinik; die Versorgung mit Gerät und Maske koordinieren wir.
Nicht für alle kommt eine Überdrucktherapie infrage. Treten die Atemaussetzer überwiegend in Rückenlage auf, kann eine Lagetherapie sinnvoll sein; ein Hilfsmittel verhindert dabei das Schlafen auf dem Rücken. Bei leichter bis mittlerer Schlafapnoe ist zudem eine Unterkieferprotrusionsschiene möglich, die den Unterkiefer im Schlaf leicht nach vorn hält und so die Atemwege offen hält; sie wird zahnärztlich angefertigt und angepasst; die Vermittlung erfolgt über unser Netzwerk. Beide Verfahren setzen einen entsprechenden Befund aus der Messung voraus.
Unabhängig vom Verfahren gilt: Bei Übergewicht ist zudem eine Gewichtsabnahme anzustreben. Sie kann die Schlafapnoe deutlich verbessern und ergänzt jede andere Behandlung.

Medikamente haben in der Schlafmedizin einen begrenzten, aber klar umrissenen Platz. Bei einer Insomnie kommen sie infrage, wenn eine Verhaltenstherapie nicht ausreichend wirksam, nicht verfügbar oder im Einzelfall nicht durchführbar ist; klassische Schlafmittel sind dabei für kurze Zeiträume vorgesehen. Bei anderen Krankheitsbildern, etwa der Narkolepsie, ist die medikamentöse Behandlung dagegen die tragende Therapie.
Auswahl, Dosierung, Behandlungsdauer und das spätere Absetzen erfolgen ärztlich begleitet. Eine über Jahre laufende Schlafmedikation lässt sich schrittweise reduzieren; die Erfolgsaussichten sind deutlich besser, wenn parallel eine Verhaltenstherapie erfolgt.
Die Behandlungen erfolgen in der Klinik, einschliesslich der Überdrucktherapie: Das Team umfasst eine pneumologische Fachperson, sodass Indikation, Einstellung und Verlaufskontrolle bei uns liegen; die Versorgung mit Gerät und Maske koordinieren wir. Partnerschaften bestehen für die zahnärztliche Anfertigung von Unterkieferschienen, für operative Verfahren sowie für längerfristige Psychotherapien, die über die Behandlung der Schlafstörung hinausgehen.

Die Somnoklinik klärt die Ursache ab und behandelt gezielt.

Zuweisungen sind für alle aufgeführten Behandlungen möglich, auch zur Mitbeurteilung bei laufender Therapie. Nach Eingang der Zuweisung melden wir uns innerhalb von zwei Arbeitstagen.
