Eine ruhige Nacht unter fachlicher Beobachtung – im Einzelzimmer mit eigenem Bad.

Das Wichtigste in Kürze: Im Schlaflabor wird eine ganze Nacht aufgezeichnet: Hirnströme, Augenbewegungen, Muskelspannung, Beinbewegungen, Atmung, Sauerstoffsättigung, Herzaktivität und Körperlage. Fachpersonal beobachtet die Messung und greift ein, wenn etwas nicht stimmt. Besteht zusätzlich der Verdacht auf eine krankhafte Tagesschläfrigkeit, wird diese am Tag mit einem multiplen Schlaflatenztest oder einem multiplen Wachbleibetest untersucht. Alle Untersuchungen sind schmerzfrei; die Sensoren werden auf der Haut angebracht.
Eine Messung zuhause erfasst weniger Werte, und niemand ist dabei. Im Schlaflabor kommt beides zusammen: die vollständige Aufzeichnung und die fachliche Beobachtung. Deshalb liefert eine Nacht hier Antworten, die ambulant nicht zu bekommen sind.
Die Untersuchung im Schlaflabor ist nicht der erste Schritt, sondern der genaueste. Sie kommt zum Zug, wenn:



Nicht alle Untersuchungen finden nachts statt. Besteht der Verdacht auf eine krankhafte Tagesschläfrigkeit – etwa auf eine Narkolepsie oder eine Hypersomnie – oder verlangen berufliche Anforderungen eine Beurteilung der Wachhaltefähigkeit, kommen gezielte Untersuchungen am Tag zum Einsatz. Sie sind eigenständige Untersuchungen mit eigener Fragestellung und nicht Teil jeder Messnacht. Sie laufen in derselben ruhigen Umgebung, im abgedunkelten Zimmer und mit denselben Sensoren.
Über den Tag verteilt legen Sie sich mehrmals hin, jeweils für rund zwanzig Minuten, mit etwa zwei Stunden Abstand. Gemessen wird, wie schnell Sie einschlafen und ob Traumschlaf auftritt. Der Test zeigt, wie ausgeprägt die Schläfrigkeit tatsächlich ist. Dem MSLT geht immer eine Nacht im Schlaflabor voraus: Sie zeigt, ob Sie ausreichend geschlafen haben, und macht das Ergebnis erst aussagekräftig. Der erste Durchgang beginnt rund eineinhalb bis drei Stunden nach dem Aufwachen.
Umgekehrte Fragestellung: Sie sitzen mehrmals über den Tag verteilt in ruhiger, abgedunkelter Umgebung und sollen wach bleiben. Gemessen wird, wie lange das gelingt. Der Test wird unter anderem bei beruflichen Anforderungen eingesetzt, etwa bei Berufsfahrenden. Eine Messnacht im Schlaflabor ist dafür nicht zwingend vorausgesetzt.
Zwischen den Durchgängen sind Sie frei. Sie können lesen, arbeiten oder spazieren; Schlafen ist in diesen Phasen allerdings nicht erlaubt, weil es die Messung verfälschen würde. Für die Verpflegung steht ein kleines Angebot bereit; die meisten bringen Mittagessen und Snacks nach eigenem Geschmack mit.
Unsere Schlafräume sind ruhig, modern und bewusst wohnlich gestaltet. Jedes Zimmer verfügt über ein komfortables Bett, einen eigenen Schrank für Ihre persönlichen Sachen sowie einen Waschplatz. Ein eigenes WC mit Dusche bietet zusätzliche Privatsphäre und Komfort. Die Zimmer liegen auf der ruhigen Seite des Gebäudes mit Blick in den Innenhof einer Wohnsiedlung. Besonders schallisolierte Wände sorgen für eine möglichst ungestörte Umgebung. Gedämpfte, indirekte Beleuchtung und die zurückhaltende Gestaltung schaffen eine angenehme Atmosphäre, in der Sie sich wohlfühlen und möglichst natürlich schlafen können. Die Messtechnik ist im Zimmer untergebracht, die Überwachung erfolgt aus einem separaten Überwachungsraum.

Beide Verfahren haben ihren Platz. Die ambulante Messung ist bequemer und findet in der gewohnten Umgebung statt; sie eignet sich, wenn die Fragestellung klar umrissen ist, etwa beim Verdacht auf eine schlafbezogene Atmungsstörung.

Ob eine Untersuchung im Schlaflabor nötig ist und ob Messungen am Tag dazukommen, ergibt sich aus dem ärztlichen Gespräch und Ihren Beschwerden.
Informationen zur Abklärung und zum Ablauf finden Sie in unserer Informationsbroschüre Somnoklinik Schlaflabor Zürich (PDF)